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Wir fahren dieses Wochenende mit einer historischen Postkutsche 112 Km nach Wipperfürth. ,,Jaja'' würde da vermutlich erstmal jeder antworten und sich das Entsprechende dabei denken. 

Doch die Hansegilde Wesel hat diese Idee verwirklicht und ist mit 13 Mitgliedern des Vereines mit der Postkutsche nach Wipperfürth aufgebrochen. Anlass des Besuches war der in Wipperfürth ausgerichtete Westfälische Hansetag anlässlich der 800 Jahr-Feier. Dort trafen sich zahlreiche Hansestädte und feierten gemeinsam das Hansefest. Die Idee, mit einer historischen Postkutsche einen solchen Hansetag zu besuchen, hielt die Hansegilde dabei schon seit längerer Zeit im Hinterkopf.

Los ging die Fahrt dann schließlich am Donnerstag, den 29. Juni. Die Hansegilde startete mit ihren Mitgliedern pünktlich um 8:30 Uhr an der Zitadelle. Vorher wurde sie von der Gildemeisterin, Frau Westkamp verabschiedet. Anschliessend empfing die Gilde dort den Reisesegen von Pastor Sühling und machte sich auf ihren Weg. Nach einer kleinen Tour durch die Innenstadt ging es dann über Obrighoven nach Krudenburg. Hier gab es die erste Rast für Ross und Reiter. Gestärkt ging es durch Hünxe, die Schwarze Heide und die Kirchhellener Heide Richtung Forsthaus Specht. Hier wurde die Kutsche am frühen Abend verladen und per Transporter nach Wermelskirchen gebracht. Dort übernachtete die Gilde um sich von dem ausgiebigen Ruckeln auf dem historischen Gefährt zu erholen.

 Am Freitag wurde dann frisch und ausgeruht die Fahrt nach Wipperfürth fortgesetzt. Die zweite Etappe hatte eine Länge von rund 20 km und führte über die Staumauer der Bevertalsperre an Wipperfürth vorbei nach Marienheide. Hier stand der Besuch des einzigen Drehorgelmuseums Deutschlands an. Anschließend ging es nach Schloss Gimborn. Dies sollte die Übernachtungsmöglichkeit für die Nächte bis Sonntag bleiben. So historisch wie voher gereist wurde, wurde nun also auch übernachtet. Einige Mitglieder kamen noch am Abend nach um bei dem Einzug in die Stadt dabei zu sein. 

Am Samstagmorgen folgte schließlich die letze kleine Etappe mit dem feierlichen Empfang in Wipperfürth. Dort war die Ankunft der Weseler nämlich fester Bestandteil des hochwertigen Programmes des Hansetages. So wurde die Hansegilde bei ihrer Einfahrt auf den Maktplatz mit der Haupbühne sehnsüchtig von hunderten Schaulustigen erwartet und bei ihrer Ankunft entsprechend bejubelt. 

Heilfroh und immernoch etwas wackelig auf den Beinen stieg die Hansegilde von der Kutsche und ließ sich  von den Wipperfürthern und Besuchern bejubeln. Begrüßt wurde die Gilde unter anderem vom Bürgermeister der Stadt Wipperfürth, dem Landtagsabgeordnetem, dem Vorsitzenden der Westfälischen Hanse und dem Präsidenten der Hanse. Alle waren von der Idee und Umsetzung begeistert.

Nach vielen Besuchen der Stände der beteiligten Hansestädte ging es geschafft wieder ins Schloss. Hier wurde noch ein wenig gefeiert.

Am Sonntag traten dann, nach Besuch des ökumenischen Gottesdienstes, alle ihre Heimreise an. Diese ging jedoch etwas schneller, da diese mit weniger Pferden aber wesentlich mehr PS erfolgte. So ging es also für alle 24 Deligierten mit dem Auto zurück nach Wesel.

Lukas Dymski, Q1

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