„Märchenprominenz packt aus“ – so hieß das Theaterstück, für welches wir (die Theater-AG, Hallo an dieser Stelle!) uns im Juni 2015 nach unserer kritischen, wochenlangen Suche nach einem passenden Stück entschieden.
‚Die alten Märchenfiguren, neu erfunden in einem Wettstreit zweier Schülerzeitungen. So schwer kann das ja nicht werden!‘, dachten wir uns am Anfang dieses aufregenden Projektes und mussten schnell feststellen, wie energie- und zeitaufwendig es war, das Stück zu erarbeiten.

Ob es darum ging, die Bewegungen seiner Rolle nachzuahmen (Wie bewegt sich ein gestiefelter Kater?), den richtigen Ausdruck zu finden, um die Gefühle der Rolle möglichst deutlich auszudrücken, oder mit seinen Mitschaupielern während der Szene zu interagieren, egal, welche Probleme sich uns in den Weg stellten, unser erfahrener Lehrer, Wolfgang Staege, half uns jedes Mal, noch ein bisschen mehr aus uns herauszuholen.
Die Zeit verging, die Requisiten wurden nach und nach zusammengetragen und irgendwann konnten alle endlich ihren Text auswendig. Als wir unsere letzte Schauspielerin für die fehlende Rolle des Froschkönigs gefunden hatten, schien vorerst alles geschafft. Der Umstand, dass fast jeder zwei bis drei Rollen spielen musste, da wir nur wenige Leute waren, machte die ganze Sache noch spannender.
Der Abend des Auftritts rückte in beinahe beängstigender Geschwindigkeit näher, und als wir alle bei den Generalproben von Frau Eichelberg einen Crash-Kurs in Laut-sprechen-aber-nicht-schreien bekamen, war es auch um unsere Entspanntheit geschehen.
Allerdings waren unsere Sorgen unbegründet, denn die Aufführung war ein voller Erfolg. Die Scheinwerferlichter in unseren Gesichtern mögen uns geblendet haben, das unerwartete Gelächter des Publikums hat uns zwar irritiert, doch wir haben es geschafft und den lauten Applaus am Ende mit einem breiten Grinsen entgegengenommen.
Diese wundervolle Erfahrung machte die viele Mühe und Zeit doppelt wett, die wir in das Theaterstück investiert hatten.

Theresa Schmellekamp