Menü

Schrauben, Löten, Feilen und Verkabeln standen auf dem Programm, als während der letzten drei Wochen die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfaches Angewandte Naturwissenschaften im Rahmen ihrer Schülerfirma „DDW-Druck Deine Welt“ ihre eigenen 3D-Drucker bauten. Im FabLab der Hochschule Rhein-Waal auf dem Campus Kamp-Lintfort stand den Schülerinnen und Schülern eine prima ausgestattete Werkstatt zur Verfügung, in der sie unter Anleitung von Diplom-Designerin Adriana Caprera und ihres Teams die beiden RipRap-Drucker bauten. Und wenn dann nach längeren Schraubaktionen die Erkenntnis kam, dass eben genau diese Komponente falsch herum installiert worden war rutschte auch schon einmal der ein- oder andere Fluch heraus… - Heinz Erhard hätte wohl „Himmel, Gesäß und Nähgarn“ gesagt. Am letzten Samstag wurden die Drucker fast fertig, so dass wir bald loslegen können mit der Produktion.

Zum zweiten Mal wurde in diesem Schuljahr im Rahmen der Junior-Ingenieur-Akademie das Modul "Kunststoffe" in Zusammenarbeit mit der BYK-Chemie bearbeitet.

Die Schülerinnen und Schüler waren an drei Labortagen bei der BYK-Chemie und erhielten dort neben der Labor- und Werksführung auch praktische Einblicke in die Arbeit der einzelnen Kunststoff-Bereiche. In vier Arbeitsgruppen (Thermoplaste, PVC, Closed Mould und Cold Cure) war es die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler, sich mit den Arbeitsweisen der einzelnen Bereiche vertraut zu machen und die besonderen Eigenschaften der verwendeten Kunststoffe zu erfahren. Diese Erfahrungen münden in einer Abschlusspräsentation am 14.01.2015. 

 

01.10.2012
 

Schülerinnen und Schüler der Klassen 8/9 erfahren in Theorie und Praxis, wie Ingenieure arbeiten – neues Unterrichtsangebot im Wahlpflichtbereich bietet frühen Kontakt mit Berufsinhalten durch Kooperationen mit Hochschulen und Partnern aus der regionalen Wirtschaft.

Wesel: In diesem Schuljahr ist der Differenzierungskurs Naturwissenschaften in Klasse 8 am Andreas-Vesalius-Gymnasium AVG in neuer Form gestartet – als Junior-Ingenieur-Akademie. In der Junior-Ingenieur-Akademie ist selber machen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Mit verschiedenen Kooperationspartnern aus Industrie und Hochschulen werden 21 Schülerinnen und Schüler in den nächsten beiden Schuljahren unter anderem mobile Programme für Handys (Apps) entwickeln, ein Kieswerk planen und Versuche zu den Themen Kunststoffe und Nanotechnologie durchführen. Sie erfahren anschaulich, wie Berufe in der Industrie, in der Wissenschaft und der Forschung aussehen und erkennen, wie spannend die Beschäftigung mit Naturwissenschaften und Technik ist. Dieses Projekt ermöglicht dem Weseler Gymnasium seinen Schülerinnen und Schülern eine sehr individuelle Förderung und zielt darauf ab, mehr Mädchen und Jungen für die Ingenieurberufe, für Forschung und Technologie zu begeistern.

Die Junior-Ingenieur-Akademie ist ein Modellprojekt der Deutsche Telekom Stiftung, das von ihr bundesweit verbreitet wird. Die Telekom-Stiftung unterstützt die Junior-Ingenieur-Akademie am AVG mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von rund 10.000 Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Das Konzept der Junior-Ingenieur-Akademie basiert auf der Kooperation von Schulen mit Hochschulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen und ist ein weiterer Baustein im Rahmen des MINT-Profils am AVG. Als Kooperationspartner konnte das AVG die Firma ISIS IC, die Firma Hülskens, OEKOPLAN Ingenieure, die BYK Chemie sowie die Hochschule Rhein-Waal und die Universität Duisburg-Essen gewinnen.

In zwei Unterrichtsstunden pro Woche erwerben die Schülerinnen und Schüler Grundlagenwissen in den entsprechenden Fachgebieten. Die entsprechenden Kompetenzen werden von den Fachlehrkräften der Schule und Fachkräften der Kooperationspartner vermittelt. Konkret umgesetzt werden die erworbenen Kenntnisse in vier verschiedenen Projekten, in denen die Schülerinnen und Schüler unter anderem selbständig Aufträge der Partner umsetzen. Zum Angebot der Junior-Ingenieur-Akademie gehören außerdem Praktika und Werksbesichtigungen sowie Infoveranstaltungen zur Berufs- und Studienwahl.

Wesel: AVG-Schüler erstellen eigene App
Am Computer werden Bilder, Texte, Audiodateien und Videos zu Sehenswürdigkeiten wie der neuen Rheinbrücke miteinander verknüpft. Sie können unterwegs über das Smartphone abgerufen werden.FOTO: ekkehart malz
Wesel. In der "Junior-Ingenieur-Akademie" am AVG entsteht mit Unterstützung des Weseler Funksensorik-Unternehmens Isis IC eine Smartphone-Anwendung, die über Sehenswürdigkeiten Wesels informiert. Von Niels Ebling
 

Während die meisten Jugendlichen das Ergebnis ihrer schulischen Anstrengungen am Ende des Halbjahres in einen Ordner heften oder auf dem Schreibtisch stapeln, reicht bei 21 Schülern des Andreas-Vesalius-Gymnasiums (AVG) ein Blick auf das Smartphone oder den Tablet-Computer. Die 13- und 14-jährigen Jungen und Mädchen des Differenzierungskurses Naturwissenschaften machen mit bei der "Junior-Ingenieur-Akademie", einem Bildungsprojekt der Bonner Telekom-Stiftung, und entwickeln zusammen mit dem Weseler Funksensorik-Unternehmen Isis IC eine App, also eine Anwendung für Smartphones und Tablet-Computer.

"So bekommen die Schüler einen interessanten Einblick in die Welt der Technik. Es ist einfach ein anderes Lernen, wenn man diesen realen Bezug hat", sagt Kurslehrerin Tanja Eickholt. Zusammen mit den Schülern überlegte Dirk Unsenos, Geschäftsführer der Firma Isis IC, welchen Inhalt die Anwendung haben soll. Das Smartphone ist in der heutigen Zeit zum ständigen Begleiter geworden, so dass immer mehr Informationen unterwegs abrufbar sind. Genau das möchten die Schüler nutzen, um Bürgern oder Besuchern der Stadt die Sehenswürdigkeiten Wesels näher zu bringen. Und so soll das Ganze funktionieren: Gelangt man in einen festgelegten Radius rund um eine Sehenswürdigkeit, meldet sich das Smartphone und liefert auf Wunsch Informationen in Form von Bildern, Texten, Videos und Audiodateien. Sie werden in den nächsten Wochen von den Schülern in eine Datenbank im Internet eingespeichert und den einzelnen Sehenswürdigkeiten zugewiesen. In ihrer Freizeit waren die Jugendlichen deshalb unterwegs und haben Fotos von der Rheinbrücke, dem Dom und weiteren Wahrzeichen der Stadt geschossen. Felix Hecher (14) und Daniel Terfurth (13) kümmern sich um den Bahnhof. Der ist zwar nicht unbedingt schön, aber bedeutend für die Stadt, meinen die beiden. "So macht Unterricht Spaß. Mit Apps kennen wir uns schon aus, aber unsere eigene zu machen ist schon etwas Besonders", sagt Daniel Terfurth.

Im zweiten Halbjahr steht für die Schüler des Kurses im Rahmen der "Junior-Ingenieur-Akademie" ein zweites Projekt auf dem Stundenplan. Dann sollen, zusammen mit der Firma Hülskens, der Bau eines Kieswerkes vorbereitet und ein passender Renaturierungsplan erstellt werden.

Quelle: RP
Zum Seitenanfang